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«Unkraut» in der Apotheke

Viele Wildkräuter haben eine heilende Wirkung und sind einfach anzuwenden, zum Beispiel äusserlich als Salbe oder als Tee. Am besten wirkt die Verwendung von frischen Pflanzenteilen. Verwenden Sie nur saubere Pflanzen von Standorten, die keiner Belastung (zum Beispiel durch Abgase) ausgesetzt sind.

Brennnessel (Urtica dioica, Urtica urens)
Die Brennnessel findet bei vielen verschiedenen Beschwerden Anwendung. Verwendet werden die Blätter als Tee, die unter anderem gegen Rheuma, Bronchitis und Asthma wirken.
Anwendung: 1-2 Teelöffel geschnittene Brennnesselblätter mit kaltem Wasser übergiessen, aufkochen und ziehen lassen.

Wilde Malve (Malva sylvestris)
Von der wilden Malve können sowohl Blüten und Blätter als auch Wurzeln verwendet werden. Sie kommen als Tee zur Anwendung bei Husten und Heiserkeit. Blätter und Blüten ergeben gute Wickel gegen Entzündungen und Wunden.
Anwendung: 2 Teelöffel Malvenblüte oder -blätter als Heiss- oder Kaltaufguss zubereiten.

Ackerwinde (Convolvulus arvensis)
Die Ackerwinde wird in der traditionellen Volksheilkunde eingesetzt. Aber Vorsicht, nur homöopathisch dosieren, da sie leicht giftig ist. Die ganze Pflanze hat eine abführende Wirkung und wirkt somit gegen Verstopfung und Blähungen. Die Wurzeln treiben zudem Galle und Harn und können gegen Fieber eingesetzt werden
Anwendung: Die Blätter der Ackerwinde als Teeaufguss zubereiten, innerlich und äusserlich anwendbar.

Ackerminze (Mentha arvensis)
Die Ackerminze ist die wilde Schwester der Pfefferminze, und kann ebenso als Tee verwendet werden. Auf diese Weise hilft sie gegen Verdauungsbeschwerden und Erkältungen. Das ätherische Öl der Ackerminze hat eine schmerzstillende und krampflösende Wirkung und bringt Linderung bei Kopfschmerzen und Migräne.
Anwendung: Als Teeaufguss zubereiten. Als Umschlag gegen Hautentzündungen anwendbar.

Schachtelhalm (Equisetum arvense)
Schachtelhalm gilt als unersetzbar in der Naturheilkunde. Er enthält grosse Mengen an Kieselsäure und wird zur Durchspülbehandlung bei Harnwegsinfektionen erfolgreich eingesetzt.
Anwendung: Absud verwenden, mindestens 15 Minuten kochen.

Löwenzahn (Taraxacum officinale)
Der Löwenzahn wird als harntreibendes Mittel eingesetzt. Die Wirkung ist auf den sehr hohen Kaliumgehalt zurückzuführen ist. Zudem ist im Löwenzahn sehr viel Insulin enthalten, weswegen er auch für Diabetes-Patienten geeignet ist. Die vielen Bitterstoffe helfen auch bei Magen-, Leber- und Gallenblasenbeschwerden und sogar bei Rheuma. Äusserlich kann er gegen Ekzeme und andere Hautbeschweren angewandt werden.
Anwendung: Die Blätter als Tee oder die Wurzel als Tinktur (mind. 50% Alkohol) anwenden.

Girsch (Aegopodium podagraria)
Der Girsch wird schon seit Jahrhunderten nicht nur als Heilmittel, sondern auch als Gemüse eingesetzt. Er enthält viel Kalium, Vitamin C, Karotin und Eisen. In der Heilkunde wird seit jeher gegen Gicht, Rheuma und Arthritis eingesetzt.
Anwendung: 2 Esslöffel des getrockneten Krautes als Tee aufgiessen und 5 Minuten ziehen lassen.

Vogelmiere (Stellaria media)
Die Vogelmiere hat sehr viele gesunde Inhaltsstoffe und hilft z.B. gegen die Frühjahrsmüdigkeit. Sie wirkt zudem harntreibend und regt den Stoffwechsel an. Auch gegen Rheumatismus kann die Vogelmiere eingesetzt werden.
Anwendung: Frisch oder getrocknet als Tee anwendbar. Der Tee kann auch äusserlich als Umschlag eingesetzt werden


Spitzwegerich (Plantago lanceolata)
Spitzwegerich wirkt entzündungshemmend und antibakteriell. Am meisten eingesetzt wird er gegen Katarrhe der Luftwege, sowie Entzündungen im Mund-Rachen-Raum.
Anwendung: Tee innerlich und äusserlich anwendbar.




Tipp

Brennnesseltee hilft gegen Rheuma, Bronchitis und Asthma.