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Ökologischer Haushalt

Bild: © Egon Häbich / PIXELIO

In jedem Haus kommen unzählige Chemikalien zum Einsatz, sei es in Reinigungsmitteln, Kosmetika, Bastel- oder Heimwerkerutensilien. Und was im Haus zum Einsatz kommt, kann die Bewohner, aber auch die Umwelt gefährden, nämlich dann, wenn die Mittel ins Abwasser gelangen.
   
Gut zu wissen!

  • Weniger ist mehr bei Reinigungsmitteln. In der Regel reichen ein einfacher Allzweckreiniger, Spülmittel und Essigessenz gegen Kalk aus. Sie brauchen keine Sammlung von (überteuerten) Spezialreinigern. 
  • Desinfektionsmittel nicht im Alltag verwenden. Der Einsatz von Desinfektionsmitteln (beworben als «antibakteriell», «desinfizierend», «beseitigt Bakterien und Viren») ist im Haushalt überflüssig. Mehr noch: Antibakterielle Stoffe bergen Risiken für die Gesundheit und belasten die Umwelt. Viele Desinfektionsmittel lösen Allergien und Kontaktdermatitis aus. Einige gelten sogar als krebserregend und erbgutverändernd. Und in der Umwelt schädigen sie Wasserlebewesen massiv.
  • Beachten Sie die Kennzeichnung auf den Produkten, um die Gefährlichkeit eines Produktes einschätzen zu können. Seit 2010 sind Produkte mit schweizerischen Gefahrensymbolen oder internationalen Gefahrensymbolen gekennzeichnet.  Aber Vorsicht: Wenn ein Produkt nicht als gefährlich gekennzeichnet ist, heisst das noch nicht, dass es harmlos ist. Die Konzentrationsgrenze, ab welcher eine Kennzeichnung nötig ist, kann auch nur ganz knapp unterschritten sein.
  • Schützen Sie Kinder vor Vergiftungen. Bewahren Sie Produkte mit Haushaltschemikalien unbedingt ausser Reichweite von Kindern auf, abgeschlossen oder auf mindestens 160 cm Höhe! 

Tipps für den Einkauf und die Anwendung

  • Wenn möglich Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen kaufen.
  • Biologisch abbaubare Inhaltsstoffe: Achten Sie auf die auf eine vollständige biologische Abbaubarkeit aller Stoffe. Bei Tensiden (beispielsweise waschaktive Substanzen in Reinigungsmitteln) ist, sofern nichts angegeben, lediglich eine biologische Abbaubarkeit von 80% gesetzlich vorgeschrieben.
  • Dosis reduzieren: Ausgehend von der vorgeschriebenen Dosierung jeweils bei jedem Waschen/Putzvorgang etwas weniger nehmen und Resultat begutachten. Wenn das Resultat zufrieden stellend ist, weiter reduzieren. Oft sind angegebenen Dosierungen zu hoch.

Waschmaschine

  • Vorwäsche vermeiden; nur sehr stark verschmutzte Kleidung benötigt eine Vorwäsche, ansonsten verbraucht sie unnötig Energie, Wasser und Waschmittel.
  • Auf Weichspüler verzichten; sie können umweltschädliche Tenside oder synthetische Duftstoffe enthalten (teilweise allergieauslösend oder schädlich für Wasserorganismen).
  • Weniger waschen, Kleider öfters auslüften
  • Nur waschen, wenn Waschmaschine voll 

Geschirrspüler

  • So einräumen, dass die Sprüharme frei drehen können. Darauf achten, dass die Löcher nicht verstopft sind.
  • Keine «Spülmaschinen-Deos» verwenden, dafür Filter öfters reinigen.

Basteln/ Heimwerken

  • Kaufen Sie Farben und Lacke mit baubiologischen Inhaltsstoffen. So gelangen keine Schadstoffe in die Raumluft.
  • Nie die Reste von Farben, Lösungsmitteln, Beizmitteln, Öl oder Benzin in der Toilette entsorgen. All diese Produkte sind Sonderabfälle und müssen zurück ins Geschäft gebracht oder über die Sonderabfallentsorgung der Gemeinde entsorgt werden.

Körperhygiene

  • Wählen Sie Kosmetika mit natürlichen Inhaltsstoffen. Fast ein Drittel der Pflege- und Kosmetikprodukte enthält schädliche, hormonell wirksame Chemikalien. Auch Ihre? Hier können Sie Ihre Kosmetikprodukte testen.

  • Während dem Duschen zum Einseifen einen Schwamm oder Lappen benutzen, so verbraucht man weniger Duschmittel.

WC

  • Keine WC-Steine verwenden, sie enthalten oft synthetische Duftstoffe.
  • Unbedrucktes und ungefärbtes Toilettenpapier verwenden. Bevorzugen Sie Recyclingprodukte.
  • Mechanisches Reinigen der chemischen Keule vorziehen.
  • Die Toilette ist kein Abfalleimer; keine Medikamente, feste Gegenstände, Farbreste oder Ähnliches entsorgen. Chemikalien können an die Verkaufsstelle zurückgebracht oder bei der Sonderabfall-Sammelstelle entsorgt werden.

Haushalt

  • Normalen Schmutz beseitigen Sie am besten mit Mikrofasertüchern und Wasser.
  • Grundsätzlich reichen drei Arten von Putzmittel: Flüssigseife (zum Entfetten), Putzessig (zum Entkalken) und Putzsprit (Fleckenreinigung)
  • Auf Javel und Desinfektionsmittel ganz verzichten und auch keine Produkte verwenden, welche diese Stoffe enthalten.

Medikamente

  • Medikamente niemals in der Toilette entsorgen. Sie können bei Arzt, Apotheker oder der Sonderabfallentsorgung der Gemeinde abgegeben werden.

Kampagnenmaterial

Informations-Flyer
Welche unerwünschten Auswirkungen haben Chemikalien?
Wo und weshalb sind Herbizide verboten?
Was sind gute Alternativen?

Der Informationsflyer geht anschaulich auf die Fragen rund um den sorgfältigen Umgang mit Chemikalien in Haus und Garten ein.
>Link


Merkblatt Haushalts-
Schädlinge

Wie man lästige Mitbewohner los wird. >Link


Merkblatt Reinigung
Mit diesen Tipps ist Ihr Haushalt giftlos glücklich und sauber. >Link


Merkblatt Haushalts-
chemikalien
So vermeiden Sie unnötige Risiken im Umgang mit Chemikalien. >Link


Tipp

Wasch- und Putzmittel mit Umwelt-Label kaufen. Informationen finden Sie in der Label-Datenbank labelinfo.ch.

Hormone im Duschgel?
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Film

Neue Gefahrensymbole für chemische Produkte