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Gift in Haus und Garten ist auch Gift für uns ...

Die Fülle an verschiedenen Chemikalien im Haushalt bedeutet für den Menschen ein Risiko.

So werden rund 30% der Vergiftungsfälle bei Kindern durch Haushaltschemikalien verursacht. Duftstoffe in Reinigungs-, Wasch- und Pflegeprodukten lösen Allergien aus oder stehen sogar im Verdacht, krebserregend zu sein. Und Weichmacher in Plastikprodukten bringen das Hormonsystem des Menschen durcheinander.
Es ist also ratsam, die Menge an Chemikalien in Haus und Garten auf ein Minimum zu reduzieren. Achten Sie auf die Gefahrenhinweise und vermeiden Sie den Kauf gefährlicher oder bedenklicher Produkte. Wichtig ist auch eine sachgemässe Entsorgung in der Sonderabfall-Sammelstelle oder bei der Verkaufsstelle.

  • In Industrieländern treten zunehmend chronische Erkrankungen wie Allergien, Unfruchtbarkeit oder Verhaltensauffälligkeit bei Kindern auf, deren Ursachen in Verbindung mit Chemikalien gebracht werden.

  • Wissenschaftliche Studien belegen, dass sich in den Geweben von Tieren und Menschen durch Anreicherung entlang der Nahrungskette viele industriell hergestellte Stoffe ansammeln. In der Muttermilch sind zum Beispiel bis zu 300 Chemikalien nachweisbar, darunter hochgiftige Stoffe wie PCB und DDT.

  • Reinigungs- und Desinfektionsmittel enthalten oft problematische Substanzen, insbesondere auch Biozide. Biozide sind chemische Stoffe oder Mikroorganismen, welche zur Abtötung von Schadorganismen (ausserhalb des landwirtschaftlichen Bereiches) eingesetzt werden. Einige Substanzen können beim Menschen zu Antibiotika-Resistenzen führen.

  • Immer häufiger werden Nanomaterialien verwendet, deren Auswirkungen für Mensch und Umwelt noch weitgehend unerforscht sind.

  • Spuren von Pflanzenschutzmitteln werden in jeder zweiten Grundwasser-Messstelle der Schweiz nachgewiesen. Die Konzentrationen der im Grundwasser nachgewiesenen Pflanzenschutzmittel überschreiten zum Teil sogar das Qualitätsziel der Gewässerschutzverordnung von 0,1 Mikrogramm pro Liter.

  • Viele in Pflanzenschutzmitteln, Haushaltschemikalien oder Medikamenten enthaltene Stoffe sind nur schwer biologisch abbaubar. Problematisch sind zum Beispiel Komplexbildner in Wasch- und Reinigungsmitteln (EDTA). Die schlechte biologische Abbaubarkeit solcher Stoffe ist auch der Grund, warum zum Teil hohe Konzentrationen von Chemikalien, deren Gebrauch längst verboten wurde, in der Natur nachgewiesen werden.

  • Antibiotika können in der Kläranlage nur teilweise abgebaut werden und lassen sich vor allem in Fliessgewässern mit hoher Abwasserbelastung nachweisen. Die Effekte dieser Stoffe auf die Umwelt sind weitgehend unbekannt.


Ideensammlung

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Tipps und Tricks für einen sorgfältigen Umgang mit Chemikalien
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Schülerinnen und Schüler unterwegs als Gift-Detektive
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Links

Informationsseite zu Bioziden:
www.biozid.info

Publikationen BAFU:
Das Grundwasser konsequent schützen